Die Nacht ist nicht allein zum Schlafen da! Und das gilt auch in der Lüneburger Heide. Wer nachts in der entlang von Wiesen, Bachauen und Heideflächen wandert, trifft nicht nur auf geheimnisvolle Wacholder im Mondenschein, sondern kann mit Glück auch seltsame Geschöpfe beobachten.
So kann man an warmen Frühsommerabenden bereits in der Dämmerung leuchtende Pünktchen im Gras entdecken. Dabei handelt es sich um Glühwürmchen, die auch Johanniskäfer genannt werden, weil sie rund um Johannis (24. Juni) besonders aktiv sind.
Das Leuchten dient vorrangig der Liebeswerbung und wird durch ein Enzym, die Luziferase ermöglicht. Mit in rhythmischen Abständen aufblitzenden Lichtsignalen erkennen und stimulieren sich die Tiere. Die funkelnden Käfer haben die Menschen schon immer fasziniert.
Früher hielt man sie gar für Irrlichter, die den nächtlichen Wanderer ins Moor locken konnten!

